Werbellinsee

Lage und Geologie
Der Werbellinsee liegt im Landkreis Barnim in der Gemeinde Schorfheide. Er entstand am Ende der Weichsel-Eiszeit (ca. 10.700-9.700 v. Chr.). Das in der vom Gletscher geschaffenen Rinne liegende Toteis schützte diese vor Verschüttung und hinterließ einen typischen Rinnensee. Der See ist mit einer Fläche von 7,65 m² einer der größten und mit maximal 55 m Tiefe der zweittiefste See in Brandenburg.

Hintergrund und archäologische Situation
Der Boden rund um den Werbellinsee birgt heute noch deutlich Spuren der slawischen Besiedlung. Einzelfunde von Keramik und eine in Altenhof entdeckte slawische Grube zeugen davon, dass der See bereits in slawischer Zeit besiedelt wurde. Entsprechend geht der Name Werbellin vmtl. auf das slawische Wort Werba zurück, das die spezielle Bodenbildung im Bereich Altenhof beschreibt. Im Zusammenhang mit dem Wendenkreuzzug von 1147 fiel das Gebiet unter askanische Kontrolle.
Vor Altenhof im Flachwasserbereich nahe dem Ufer wurde ein Pfahlfeld entdeckt, dass vermutlich der Askanierburg Breden zuzuordnen ist. Diese Burg wurde unter der Herrschaft der Askanier um die Zeit der Errichtung der Burgen Werbellin und Grimnitz erbaut. Die älteste Urkunde ist im Jahre 1308 ausgestellt „in curia Breden“ (auf Hof Breden). Etwa in die gleiche Zeit datiert auch eine Burganlage bei Eichhorst, am südlichen Ende des Werbellinsees.
Der Nutzen der Burg ist nicht abschließend geklärt, vermutlich war sie aber für die Jagd in der Schorfheide gedacht. Die letzte Erwähnung Bredens war im Landbuch Kaiser Karls IV. 1375. Spätere Quellen sind nicht bekannt. Vermutlich wurde die Burg um 1400 durch einen Brand zerstört. Eine alte Sage berichtet auch vom Versinken der Burg „Werbellow“ im Werbellinsee. Handelt es sich dabei nur um eine Mystifizierung der Askanierburgen, oder geht sie auf eine ältere slawische Befestigung am See zurück? Vielleicht sogar mitten im See? Auf einer Insel, die heute unterhalb der Wasseroberfläche liegt?

Im Jahr 2009 stießen Taucher auf Pfahlstellungen auf einer Untiefe mitten im Werbellinsee und meldeten es den zuständigen Stellen. 2010 erhielt der VUBB die Genehmigung einer Prospektion und stieß bei den Arbeiten auf Überreste, die Siedlungsspuren vermuten ließen.


Durchgeführte Arbeiten

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